Heuschnupfen  – sanft und natürlich behandeln

Egal ob Gräser, Blüten, Bäume, die allgegenwärtige Hausstaubmilbe oder die Haare des geliebten Haustieres – die Naturheilkunde kennt verschiedene Therapieverfahren, die bei der Behandlung von Allergien, Heuschnupfen oder Asthma angewendet werden.

Allergien aus naturheilkundlicher Sicht
 

Allergien sind eine ständig zunehmende Geißel der Menschheit. Woher kommt die ständig steigende Anzahl von Menschen, die unter Allergien leiden? Die Faktoren, die für die Entstehung von Allergien in Frage kommen, sind vielfältig. Betrachtet man die Anzahl künstlicher, chemischer, giftiger Substanzen, die in den letzten 50 Jahren vermehrt auf unseren Organismus einwirken, lässt sich eine der Ursachen gut erklären. Diese Gifte werden über die Nahrung, die Kleidung, Kosmetika, Medikamente und die Atemluft in den Körper aufgenommen. Sind die Entgiftungsorgane des Körpers zu schwach oder überlastet, lagern sich diese Stoffe zuerst in Haut und Schleimhäuten ab, wo sie über die Schleimhautsekrete, den Schweiß oder die Talgabsonderungen noch ausgeschieden werden können. Dies führt häufig zu Hautausschlägen, die dann mit Salben oder Cremes „behandelt“ werden. Das bedeutet, dass der Ausscheidungsprozess über die Haut verhindert wird, und die Schadstoffe auf innere Organe übergreifen können. Man beobachtet dieses Phänomen bei Allergien häufig. Als Kind Milchschorf oder Neurodernitis, als Jugendlicher oder Erwachsenen dann Asthma. Hier ist es unbedingt notwendig, den Körper bei seinen Bemühungen zu unterstützen. Allergie bedeutet, dass unser Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Fremdstoffe reagiert, die wir in unseren Organismus aufnehmen.  Man kann das Immunsystem als innere „Müllabfuhr“ verstehen. Es ist ständig bemüht, alle eingedrungenen Schadstoffe, egal ob Bakterium, Pollen oder Gifte, unschädlich zu machen. Bei der Vielzahl dieser Schadstoffe, ist es nur verständlich, wenn unser Abwehrsystem aus dem Gleichgewicht kommt und seine Funktion nicht mehr optimal erfüllen kann. Der eine reagiert mit Abwehrschwäche, ein anderer mit Allergien. Zusammenfassend kann man sagen, dass die folgenden Faktoren oder eine Kombination aus ihnen, schwerpunktmäßig als Auslöser für allergische Erkrankungen in Frage kommen können: Impfungen, Amalgambelastung, konstitutionelle Faktoren, Verschlackung, bzw. Schwäche der Entgiftungsorgane und Störungen der Darmflora.

Naturheilkundliche Therapieansätze

Das „A und O“ der Behandlung chronischer Krankheiten ist die Entgiftung. Darunter versteht man nicht nur die Ausschwemmung belastender Schlackenstoffe, sondern auch die Stärkung und Aktivierung unserer Ausscheidungsorgane (Leber, Niere, Haut und Lunge). Begleitet werden sollte diese Entgiftung mit entsprechenden Beratungen zu Lebensführung und Ernährung, um den Behandlungserfolg zu stabilisieren. Aber selbst dann wird die regelmäßige Durchführung solcher Kuren (zweimal jährlich) empfohlen. Je nach Arbeitsbelastung und Lebensumständen kann dir Art solcher Kuren individuell abgestimmt werden. Als Mögliche Varianten stehen die Teekur, frische Presssäfte, homöopathische Arzneimittel, Fastenkuren oder  entsprechende Fertigpräparate zur Verfügung. Je nach Zeit und Lust können hier auch Massagen, Büstungen oder Saunaanwendungen begleitend eingesetzt werden.

Die klassische Homöopathie stellt ein ganzheitliches Verfahren dar, das die innere Harmonie wiederherstellen kann. Störungen dieser Harmonie äußern sich in körperlichen, geistigen und seelischen Symptomen, die von allgemeinen Beschwerden wie Müdigkeit, Leistungsminderung bis hin zu schweren Erkrankungen reichen können. Die Homöopathie beschreibt zahlreiche Arzneimittel, die sich durch unterschiedlichste allergische Symptome auszeichnen. So hat beispielsweise ein Mittel seinen Schwerpunkt im Juckreiz der Augen mit Rötung und starkem Tränenfluss, gepaart mit unerträglichem Juckreiz des Gaumens, während ein anderes vermehrt Symptome der Nasenschleimhaut und der Bronchien aufweist. Hier bietet sich die Möglichkeit individuell auf die jeweiligen Beschwerden des Betroffenen einzugehen. Die klassische Homöopathie stärkt auch die jeweilige Konstitution des Menschen, hilt ihm, sein volles Potential zu entfalten und kann über entsprechende Arzneimittel miasmatische Belastungen reduzieren.

Die Ohrakupunktur gehört zu den Reflexzonentherapien. Das Ohr stellt also eine Abbildung des Körpers dar. Daher kann man durch die Stimulation eines bestimmten Punktes oder Areals, innere Organe oder Gewebe erreichen. Dieser Reiz kann stimulierend auf die Selbstheilungskräfte und regulierend auf die Gewebefunktionen wirken. So sind Punkte des Ohres bekannt, die antiallergisch, entzündungshemmend und harmonisierend wirken können. Ebenso finden sich Entsprechungen für Augen, Nasenschleimhaut und Atemwege. Die Stimulation dieser Punkte kann bei der Behandlung von allergischen Erkrankungen sehr hilfreich sein.

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